Anmerkungen

412

Effner, „Vortrag in dem geheimen Rathe die inländischen Jahrmärkte betreffend“, 18 S., lithographierter Text, BayHStA Staatsrat 222.

413

Fragner (Pfragner) waren zunftgebundene Kleinkrämer, auch Kleinhändler mit Lebensmitteln, vgl. DWB Bd. 13, Sp. 1792 s.v. Pfragner; DRW Bd. 10, Sp. 1013f. s.v. Pfragner.

414

Jahr des Regierungsantritts des Kurfürsten, späteren Königs Max Joseph, seit 1795 Herzog von Zweibrücken.

415

Kurfürst Maximilian III. Joseph regierte von 1745 bis 1777, Kurfürst Karl Theodor von 1777 bis 1799.

416

Die „neue Zoll- und Maut-Ordnung, nebst den damit verbundenen Tariffen“ trat mit Verordnung vom 23. September 1811 in Kraft (RegBl. 1811, Sp. 1345-1392). Dazu Demel, Staatsabsolutismus, S. 409f.

417

„An die Redakzion des Regierungs Blatts. Allgemeine Verordnung. Das Recht zum Beziehen der inländischen Jahrmärkte und die Ausstellung der Handels-Vorweise betr.“, lithographierter Text, 4 S., BayHStA Staatsrat 222.

418

VO betr. das „Recht zum Beziehen der inländischen Jahrmärkte und die Ausstellung der Handels-Vorweise“ vom 8. Mai 1811, RegBl. 1811, Sp. 649-654.

419

Rain, Landkreis Straubing-Bogen, Niederbayern.

420

Vater: Max Joseph Graf v. Leublfing (auch Leib[e]lfing), 1798 kurfürstlich-pfalzbayerischer Kämmerer und Hauptmann; Sohn: Joseph Clemens Graf v. Leublfing (1781-1853), Offizier. Vgl. HStK 1802, S. 36; Lang, Adelsbuch Bd. 2, S. 23f.; Krick, Stammtafeln, S. 209.

421

Moos (Plural Möser), hochdeutsch Moor bzw. Bruch (sumpfiges Land). BWB Bd. 1, Sp. 1672-1674 s.v. Mos; DWB Bd. 12, Sp. 2518-2521, hier Sp. 2519.

422

Präclusion meint die „gerichtliche Ausschließung von allen ferneren Ansprüchen“. Schweizer, Fremdwörterbuch, S. 413 s.v.

423

Res judicata: eine rechtskräftig entschiedene Sache. Neues allgemeines Handwörterbuch Bd. 2, S. 427 s.v. res; Hofstätter, Juristisches Wörterbuch, S. 370 s.v. r.j.

424

Spolium meint „eine jede unrechtmäsige Entziehung des Besitzes einer jeden Sache“, sei es mit Gewalt oder ohne, auf betrügerische Weise oder durch Irrtum. Schmidt, Commentar Bd. 1, S. 323f. Ein spolium ist insoweit „ein Factum, wodurch Jemand widerrechtlich in seinem Besitze gestöhrt oder daraus verdrängt wird“. Hevelke, Handwörterbuch, S. 238 s.v.

425

Eine Nullitätsklage bezweckt die Nullität, d.h. Nichtigkeit eines formell rechtskräftigen und daher an sich vollstreckbaren Urteils. Vgl. DRW Bd. 10, Sp. 33f. s.v.; Sellert, Art. Nichtigkeitsklage, Nichtigkeitsbeschwerde, in: HRG Bd. 3, Sp. 974-978.

426

Eine Vindikationsklage (rei vindicatio, Eigentumsklage) zielte auf Wiedererlangung des entzogenen Besitzes. Grund der Klage war demnach das Eigentum, „ihr Zweck die Herausgabe der Sache als Folge davon“ (Sintenis, Civilrecht Bd. 1, S. 517). Die Eigentumsklage brachte somit „die Rechte des nichtbesitzenden Eigenthümers gegenüber dem besitzenden Nichteigenthümer zur Geltung“ (Dernburg, Pandekten Bd. 1, § 224, S. 512).

427

Hinweis auf ergangene Entscheidung in vorliegender Rekurssache: RegBl. 1811, Sp. 679.