Anmerkungen

369
Vgl. Nr. 69 (Staatsrat vom 20. Oktober 1802), TOP 3.
370
Das Hochstift konnte sich dabei auf § 7 des Vertrages vom 6. November 1715 berufen, demzufolge Kurbayern »alle die auf der Thonau â Ponte Ratisbonensi usque ad Flumen Kesnach situierte Wörth oder Anschidten« abtrat, jedoch unter Vorbehalt der Herrschaftsrechte über Personen (Druck: [Obermayr], Vertheidigung, Beylagen, Nr. 33, S. 58 – 64, Zitat S. 61; Original: BayHStA Kurbaiern Urkunden 1715 Nov. 6; ebd., Geheimer Rat 1715 Nov. 6).
371
Der Verweis auf § 159, Buchstabe c), bezieht sich auf die Angabe Kreittmayrs in seinem »Grundriß des Allgemeinen, Deutsch- und Bayrischen Staatsrechtes«, der Burgfriede der Stadt Regensburg erstrecke sich »nur bis an- nicht aber in- oder über die Donau«, weshalb von Seiten Kurbayerns »dem Magistrat weder auf dem Fluß noch dem obern Werd eine Jurisdiction, sondern von dem letzteren und den darneben liegenden zwey kleinern Werden nur das vertragene Eigenthum« zugestanden werde, »worüber jedoch noch in camera lis pendens ist« (Kreittmayr, Grundriß, § 159, hier S. 336). Der Verweis auf Buchstabe l) ist hingegen irrig, da hier lediglich von dem noch am Reichskammergericht anhängigen Rechtsstreit wegen »der Superiorität über das Catharinaspital zu Stadt am Hof« die Rede ist (ebd., S. 339).
372
Zum Fortgang: Nr. 123 (Staatsrat vom 14. September 1803), TOP 5.
373
Vgl. die VO betr. die »Auflösung der Regierung Landshut, und Anordnung der churfürstlichen Hofgerichte« vom 5. November 1802 (RegBl. 1802, Sp. 793 – 797).
374
Der Buchdrucker Josef Zängl erhielt am 19. Dezember 1801 die Erlaubnis zur »Herausgabe eines Tagblats«, »welches Aufsäze von verschiedener Art, Erzählungen, Biographien, und Gedichte enthalten solle« (MGS [N. F.] Bd. 2, Nr. V.136, S. 237). Ab dem 1. Januar 1802 bis zum Verbot durch ein kurfürstliches Handschreiben vom 16. Dezember 1803 erschien sodann das »Münchner Tagblatt. Eine Zeitschrift historisch- ökonomisch- und moralischen Inhalts« einerseits in Konkurrenz zu den bereits bestehenden politischen Zeitungen, andererseits als Anzeigenblatt. Dies rief vielfache Beschwerden vor allem des Verlegers und Geistlichen Rates Lorenz Hübner hervor. Vgl. Erxleben, Zeitungsverleger, S. 32 – 36; dazu die Akten BayHStA GR Fasz. 795 Nr. 34/7.
375
Schon bald nach seinem Regierungsantritt hob Kurfürst Max IV. Joseph die bis dahin bestehende »kollegialische Verfassung des Bücher-Censurwesens« auf und richtete durch Verordnung vom 10. April 1799 eine dem Ministerial-Departement der geistlichen Gegenstände unterstehende »Bücher-Censur-Special-Kommission« ein (MGS [N. F.] Bd. 1, Nr. VI.4, S. 252 f., Zitat S. 253 [abweichende Datierung: 2. April 1802] bzw. MIntBl. 1799, Sp. 277 – 279). Das »Münchner Tagblatt« wurde insofern nicht als »periodisches Blatt politischen Inhalts« bewertet, das der Zensur eines Rates des Departements der auswärtigen Angelegenheiten unterlag (VO betr. die »politisch-periodischen Blätter« vom 6. September 1799, MGS [N. F.] Bd. 1, Nr. V.20, S. 227 [Zitat] bzw. MIntBl. 1799, Sp. 665 f.).